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Keynesianismus Artikel
Dieser Artikel weist noch folgende Lücken auf: Fehl: Literaturbelege zu dem Neokeynesianismus; beide Theorien könnten ausführlicher dargelegt werden. -- Dingo 137.193.16.104 23:23, 8. Aug 2004 (CEST)
Keynesianismus ist die in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von John Maynard Keynes aufgestellte und von seinen Anhängern weiterentwickelte Wirtschaftstheorie, in der die Wirtschaftslenkung durch den Staat in dem Gegensatz zur neoklassischen Theorie und zu dem Monetarismus eine Schlüsselrolle einnimmt.
Die Aussagen von John Maynard Keynes wurden stark vom Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise mit ihrer Massenarbeitslosigkeit geprägt.
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Eine Kernaussage besteht darin, dass eine Senkung der Lohnkosten nicht gegen Unterbeschäftigung hilft. Dies wird darauf zurückgeführt, dass in geschlossenen Volkswirtschaften die Lohnkosten in erster Linie das Preisniveau festlegen und bei einer Senkung der Lohnkosten nicht die Gewinne steigen, sondern die Preise proportional zur Kostenabnahme fallen.
Der Keynesianismus unterstützt die Idee, dass der Staat aktiv in die Wirtschaft eingreifen soll. Um Konjunkturschwankungen möglichst abfangen zu können, soll sich der Staat antizyklisch verhalten. Das heißt, dass er in der Rezession Investitionen tätigen und die finanziell notwendigen Mittel für die Investitionen in der Phase der Hochkonjunktur einlegen soll (Deficit spending).
Vergleiche dazu auch den Eintrag zu dem Keynesianischen Totalmodell
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Der Gegensatz zwischen dem fiskalpolitischen Ansatz der Keynesianer und der monetaristischen Wirtschaftstheorie zeigt sich besonders deutlich bei den zugrundeliegenden Vorüberlegungen. Die letztlich auf Adam Smith's et.al. fußende "klassische" und die aus ihr weiterentwickelte "neo-klassische" ökonomische Theorie geht davon aus, dass ein geschlossenes volkswirtschaftliches System "inhärent", d.h. von sich aus, stabil ist und es exogene Einwirkungen - wie beispielsweise eine hohe Staatsquote - sind, welche in unerwünschten Schwankungen der Konjunktur abgebaut werden. Daher vertreten Anhänger der neo-klassischen Theorie die Ansicht, der "Fiskus", also der Staat, solle seine Ausgaben möglichst begrenzen und sich auf geldmengenpolitische (daher "monetaristisch") Instrumente beschränken (der Fachmann sagt, dem Staat käme ca. "allokative", d.h. verteilungsbezogene Aufgaben zu, während er sich ansonsten möglichst aus der Wirtschaft heraushält).
Im Gegensatz dazu geht der (post-)keynesianische Ansatz davon aus, dass ein abgeschlossenes marktwirtschaftliches System inhärent instabil ist und unweigerlich Konjunkturschwankungen auftreten. Diesen Schwankungen der Konjunktur müsse der Staat mit gezielter Ausgabenpolitik (deficit spending) entgegenwirken. Für die Keynesianer reichen monetaristische Maßnahmen nicht aus, um die Konjunktur zu stabilisieren; daher müssen zusätzliche Maßnahmen getroffen werden. Konkret bedeutet dies, dass der "Fiskus" (Staat) Geld ausgeben muss, um die Konjuktur anzukurbeln. Keynesianer werden daher auch "Fiskalisten" genannt.
Aufgrund der dargestellten völlig gegensätzlichen Grundannahmen der beiden Wirtschaftstheorien sind Monetarismus und Fiskalismus miteinander unvereinbar.
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Kritiker der keynesianischen Wirtschaftspolitik führen an, dass das Konzept eines Konjunkturanschubs durch kreditfinanzierte Staatsnachfrage auf Dauer zu Inflation führe. Die Theorie der adaptiven Erwartung weist darauf hin, dass insbesondere die Arbeitnehmer irgendwann erkennen, dass ihre gestiegenen Nominallöhne vom Preisanstieg entwertet werden und deshalb nicht dauerhaft mehr konsumieren werden. Die Volkswirtschaft findet sich nach diesem Modell bei höherem Preisniveau in einem Gleichgewicht bei unverändertem realen Volkseinkommen wieder. Keynes selbst soll, als er auf diese Einwände angesprochen wurde ("In the long run, your theory does not work." - "Auf lange Sicht funktioniert Ihre Theorie nicht."), den legendären Satz gesagt haben: "In the long run, we are all dead!" ("Auf lange Sicht sind wir alle tot.")
Gerade in den letzten Jahrzehnten und insbesondere vor dem Hintergrund des Zusammenwachsens der europäischen Volkswirtschaften in der EU zu einem gemeinsamen Markt, ist die Kritik am Keynesianismus lauter geworden. Der anti-zyklische fiskalpolitische Ansatz möge ja einer einzelnen Volkswirtschaft (wie die der Vereinigte Staaten Amerika der 30er Jahre) aus einer Wirtschaftskrise helfen - dies gelte jedoch nicht mehr für viele miteinander eng verflochtene Volkswirtschaften. Gerade in hochintegrativen Märkten wie der EU seien die einzelnen Volkswirtschaften viel stärker von ihren Nachbarn abhängig, so dass sich Unterschiede in der konjunkturellen Entwicklung eines Staates sehr schnell auf die Entwicklung anderer Staaten auswirken könnten. Durch diese wechselseitigen Abhängigkeiten (Interdependenzen) würden sich die einzelnen anti-zyklischen Stabilisierungsbemühungen gegenseitig beeinträchtigen oder sogar nivellieren.
Zudem wird häufig kritisiert, vom Erkennen eines Nachlassens der Konjunktur bis zur Einleitung fiskalpolitischer Maßnahmen würde u.U. zu viel Zeit vergehen, als dass sich eine konjunkturstabilisierende Wirkung einstellen könnte.
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Als Antwort auf diese Kritik wurde in dem vergangenen Jahrzehnt der Neokeynsianismus formuliert. Sie akzeptieren die langfristiger Bedeutung neoklassischer Vorstellungen, betonen aber die kurzfristige Wirksamkeit des Keynsianismus.
Siehe auch : Ökonomie, Konjunktur, Neoliberalismus, Monetarismus
Buch-Tipp: Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes. (Sachbuch). Ein Muß für jeden an der Biologie Interessierten Die Entstehung der Arten beruht sowohl auf der genetischen Vererbung wie auf das Vorhandensein von morphogenetischen Feldern. Diese bahnbrechende Theorie des Autors gehört mittlerweile zu einer der Standard-Thesen der Biologie. Sheldrakes Theorie der morphogenetischen Felder beschreibt, dass je... |
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